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Guten
Tag!
Sie wollen also Mitglied im 'Kulturverein Kinski' werden.
Das
ist toll. Aber warum?
Nun dann schauen sie sich einmal um. Links und rechts, alles Neukölln.
Klar,
das ist ein netter Stadtteil in dem es sich gut leben läßt,
das schon. Aber leider, seien wir mal ehrlich, bricht das helle
Licht der Kultur nur vereinzelt durch die tiefdunkle Wolke geballten
Banausentums, und das schmälert den ungetrübten Wohngenuß.
Aber
jetzt wird alles anders.
Jetzt kommt der 'Kulturverein Kinski',
die 60-Watt-Osram-Birne für all die kunstbesessenen Nachtfalter,
die bis eben noch gezwungen waren in ihren grauen Wohnwaben dahinzuvegetieren.
Hier dürfen sie sich suhlen im Genuß all der zeitgemäßen
Kunstformen: Plattenkünstler ziehen den Soundtrack zum Untergang
aus der Rille, erschaffen eine neue Symphonie der Großstadt
aus Vinyl.
Videokünstler illustrieren den Raum mit der gefilterten Bilderflut
des Medienzeitalters wie die Bilder einer Ausstellung aus Magnetband.
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